Willkommen zu den Tagebuch-Einblicken in eine der renommiertesten und genussreichsten Ferienregionen der Schweiz.
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Donnerstag, 23. April 2015

Ferientag reloaded



Der Berg ruft
Der diesjährige Ferientag von Schweiz Tourismus findet zurzeit in Zermatt statt. Wir Touristiker freuen uns, dass wir in dieser Top-Destination zu Gast sein dürfen. Hier am Fusse des Matterhorns vereinen sich die Superlative der wohl eindrücklichsten Bergwelt des Alpenbogens. Seit über 150 Jahren führen die legendären Zermatter Bergführer ihre Gäste auf die Berge.

Das Jahr 2015 ist für Zermatt ein grosses Jubiläumsjahr: 150 Jahre Erstbesteigung Matterhorn. 1865 standen erstmals Menschen auf dem als unbesiegbar geltenden Gipfel. Diese Tatsache wird den ganzen Sommer hinüber gefeiert. Auftakt dazu gibt der Schweizerische Ferientag, die Branchenveranstaltung des Schweizer Tourismus. Nachfolgend ein Zusammenschnitt des Referates von Jürg Schmid, dem Direktor von Schweiz Tourismus.

Jürg Schmid – gut gelaunt vor dem grossen Auftritt
Während Jürg Schmid im letzten Jahr noch die Grand Tour und den Trend zum Sightfeeling propagierte, besann er sich heute auf die unternehmerischen Urtugenden der Schweiz. Der Weg des Schweizer Tourismus heisst Manufaktur statt Masse. Das heisst mitunter, dass die Innovationsfähigkeit in der  Produktentwicklung gesteigert werden muss. Gleichzeitig soll der Kooperationsgrad innerhalb und ausserhalb der Destinationen vertieft werden. Auch der Ferientag besann sich auf diese Tugenden und wartet dieses Jahr mit einem neuen Konzept auf. Statt auf langatmige Plenums-Veranstaltungen zu setzen, entschied man sich, zahlreiche sog. „Break-Out Sessions“ anzubieten. Ein Rezept, welches meiner Meinung nach zukunftsfähig ist.

Zermatt unplugged - umfunktioniert
Selbsterkenntnis und Selbstfindung in Verbindung mit karitativen Einsätzen – das sog. „Volunteering“ – kann ein neuer touristischer Megatrend für die Schweiz werden. Das Bekenntnis zur totalen Qualität ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

Die viel zitierte Schweizer Unfreundlichkeit entpuppt sich oft als rein innerschweizerisches Thema. Studien belegen, dass die Schweizer Gastfreundschaft im internationalen Vergleich stets hervorragend abschneidet. Trotzdem braucht es einen offensiven Umgang mit der Thematik. Das Motto muss dabei lauten: „Unsere Herzen sind grösser als unsere Preise.“

Das Marketing von Schweiz Tourismus wurde mittelfristig angepasst. Es wurden strategische Handlungsfelder geschaffen. Neu sind dies Sommer, Winter, MICE, Städte und Touring. Ab 2017 kommt dann eine neue Differenzierung in Richtung Naturliebhaber. Eine konsequente Fokussierung auf Ganzheitlichkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie auf das Erlebnis bietet Potential für eine Steigerung der Wertschöpfung. In diesem Zusammenhang verkündet Jürg Schmid die neue strategische Partnerschaft mit bmc. Er sieht in der Schweiz das perfekte Fahrradland, mit welchem ein Naturerlebnis nicht besser kombiniert werden kann. MrGstaad gratuliert zu diesem Statement und freut sich, dass neben Gstaad Saanenland Tourismus nun auch die Landesorganisation das Fahrrad auf die strategische Landkarte genommen hat.

Aber auch in der Kunst sieht Jürg Schmid ein grosses Differenzierungspotential. Die Schweiz hat keinen Louvre, sie ist einer. Zahlreiche Museen und Kulturveranstaltungen bieten Kunst- und Kulturerlebnisse auf höchstem Niveau.

Für den Winter sieht Jürg Schmid die Herausforderungen nicht primär klimatisch, sondern vielmehr demografisch. Die westliche Gesellschaft ist „skigesättigt“ und sieht mit zunehmender Überalterung ein Sicherheitsrisiko auf den Pisten. Für den Winter müssen somit alternative Produkte entwickelt werden sowie eine Koexzellenz von Speed und Genuss geschaffen werden.
Sebi und Paul in der Manufaktur
Jede Zeit hat seine Werbung. Es ist Zeit, von Sebi und Paul Abschied – sie werden uns fehlen – zu nehmen. Künftig werden der Gast und seine Erlebnisse ins Zentrum der Kommunikation gestellt. Das Zauberwort in der Kommunikation heisst dabei „Amoureuxdelasuisse“. Auch der legendäre Buzz Aldrin wurde von Amors Pfeil getroffen, wohl gleich mehrfach, wie das von MrGstaad am Ferientag heimlich gedrehte Video beweist.



 
 Der Mann im Mond steht auf die Schweiz

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